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Ausstellungsorte der documenta

Museum Fridericianum  

Das Museum Fridericianum dient seit der ersten documenta von 1955 allen documenta-Ausstellungen als hauptsächlicher, zentraler Ausstellungsort. 1769-79 wurde das Museum Fridericianum im Auftrag von Landgraf Friedrich II. von dem Architekten Simon Louis du Ry im Stil des frühen Klassizismus errichtet. Das Fridericianum eröffnete 1779 als erstes öffentliches Museum auf dem europäischen Kontinent seine Bestände für breite Bevölkerungsschichten. In dem zweigeschossigen Bau befanden sich die landgräflichen Kunst- und Antikensammlungen und eine große Bibliothek. Dem rechten Seitenflügel ist der Zwehrenturm angegliedert. In diesem einzigen mittelalterlichen Torturm Kassels wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts ein Observatorium eingerichtet, ab der 3. bis zur 11.documenta wurden die verschiedenen Geschosse auch für die Ausstellung genutzt. Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude vom Land Hessen wiederaufgebaut (Fertigstellung Frühjahr 1982).

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 1-13

AOK-Gebäude

Das AOK-Gebäude ist 1957 von dem Architekten Konrad Proll als Teil der Randbebauung des Friedrichsplatzes errichtet worden. Ein besonderes baukünstlerische Merkmal ist die freitragende geschwungene Treppe im Schnittpunkt zwischen den Büroflügeln. In diesem Treppenhaus befindet sich bis heute die 1992 zur documenta 9 eingerichtete Klanginstallation "soundrooms" von Max Neuhaus.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 9

Aue-Pavillon

Speziell für die documenta 12 , 2007 schufen die französischen Architekten Anne Lacaton und Jean Philippe Vassal – geplant in der Art eines Kristallpalastes – auf der Karlswiese vor der Orangerie in Leichtbauweise einen eingeschossigen Pavillon: mit 9.500 qm die größte Ausstellungsfläche dieser documenta. Nach dem Ende der documenta 12 wurde das Gebäude wieder abgebaut. Jimmie Durham bespielte diese Architektur mit seinem Beitrag zur documenta 13. 

Detailliertere Informationen zum Gebäude finden Sie auf der Website der Architekten und im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 12, 13

Bali-Kinos 

Im November 1995 wurden im Kasseler Hauptbahnhof die Bali-Kinos nach umfangreichen Umbauarbeiten in den ehemaligen "Bahnhof Lichtspielen" (gegründet 1895) wiedereröffnet. In den Bali-Kinos wurden 1997 und 2002 das Filmprogramm und Ausstellungsdidaktische Veranstaltungen der documenta 10 und documenta11 präsentiert. Auch die documenta 13 nutzte die Kinos intensiv.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 10, 11, 13  

 

Bergpark Wilhelmshöhe 

Im Auftrag von Landgraf Karl wurde von 1701-18 der Osthang des damals so genannten Karlsbergs mit dem Herkules - Oktogon, den Kaskaden und den Wasser-Installationen nach italienischem Vorbild gestaltet, namentlich durch den Architekten Giovanni Francesco Guerniero . Ab 1766 wurden unter Landgraf Friedrich II . die barocke Anlage im englischen Gartenstil ergänzt bzw. überformt. Der Architekt Johann Christian Heinrich Jussow schuf das Konzept architektonischer Staffagen, die mit dem romantischen Landschaftspark in Korrespondenz gebracht sind und der Hofgärtner August Daniel Schwarzkopf bereicherte den Park mit über 400 Gehölzarten und einer Roseninsel. Der Park Wilhelmshöhe, er gilt als größter Bergpark Europas, ist erstmals für die documenta 12 im Jahr 2007 genutzt worden: Der thailändische Künstler Sakarin Krue-On legte im frontal vor dem Schloss gelegenen Abhang Reisterassen an. Parallel zu den Flanken der Herkules-Kaskaden wurde zudem eine monumentale Foto-Installation von Allan Sekula präsentiert. Als Zeichen seiner Bedeutung und Einmaligkeit 2013 wurde der Kasseler Bergpark als Weltkulturerbe ausgezeichnet.

Detailliertere Informationen zum Park im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 12  

Ehemalige Binding-Brauerei Kassel 

Der künstlerische Leiter der documenta 11, Okwui Enwezor, entdeckte für die Ausstellung das seit 1999 stillgelegte Areal der Kasseler Binding-Brauerei von 1897. Das Berliner Architektenbüro Kuehn Malvezzi übernahm die Umbauarbeiten für die documenta 11 in 2002 und schuf ein großzügig gegliedertes modulares Raumsystem, mit dem vor allem den Erfordernissen des "White Cube" Rechnung getragen wurde.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 11

documenta-Halle 

Die documenta Halle wurde 1992 als Ergebnis eines bundesweiten Wettbewerbs zur documenta 9 errichtet. Als Sieger des Wettbewerbs ging der Entwurf der Frankfurter Architekten Jochem Jourdan und Bernhard Müller hervor. Der Neubau befindet sich am unteren Ende des Friedrichsplatzes. Die Raumfolge staffelt sich von der Eingangssituation über die sogenannte Seitenlichthalle, die Kabinette, die imposante Haupthalle bis zum Appendix-Raum. Die documenta-Halle wurde bisher als Ausstellungs- und Multifunktionsraum (Internet-Plätze, Pressezentrum, Diskussionsforum, Kinoprogramm usw.) für die documenta-Ausstellungen 9, 10, 11 und 12 genutzt. Während der documenta 10 im Jahr 1997 fand hier außerdem das Vortrags- und Diskussionsforum "Hundert Tage, hundert Gäste" statt.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 9, 10, 11, 12, 13 

Filmladen 

1981 eröffnete der aus einer studentischen Filminitiative hervorgegangene Filmladen Kassel e. V. sein gleichnamiges Kino in der Goethestraße. Basis der Arbeit des Vereins ist der Betrieb eines kommunalen Programmkinos, in dem das Medium Film als Form der kritischen und künstlerischen Ausdrucksweise im Blickpunkt steht. Einen besonderen Stellenwert im nationalen und internationalen Zusammenhang hat das alljährlich stattfindende "Kasseler Dokumentarfilm- und Videofest." Während der documenta wird im Programm oft Bezug zu der jeweils aktuellen Ausstellung genommen. 1992 und 1997 veranstaltete der Filmladen ein Open-Air-Videokunstfest als Begleitprogramm zur documenta 9 und 10.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Friedrichsplatz 

Der von Simon Louis du Ry 1768-83 gestaltete, vor dem Museum Fridericianum gelegene Friedrichsplatz hatte ursprünglich eine weitgehend repräsentative Funktion als Bindeglied zwischen der historischen Altstadt und der barocken Oberneustadt. Der Platz, der mit einer Größe von ca. 340 x 112 Metern einer der größten innerstädtischen Plätze Deutschlands ist, wurde aufgrund seiner prominenten Platzierung seit der documenta 5, 1972 durchgehend – ausgenommen bei der documenta 10 – auf jeder folgenden documenta-Ausstellung mit Exponaten bespielt.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA

Nutzung: documenta 5, 6, 7, 8, 9, 11, 12, 13 

Galerie an der Schönen Aussicht / Alte Galerie / Neue Galerie

Das oberhalb des Abhangs zur Karlsaue gelegene Museumsgebäude wurde 1871-74 im Stil der italienischen Neorenaissance von dem Klenze-Schüler Heinrich von Dehn-Rotfelser errichtet. Es beherbergte ursprünglich u. a. die landgräfliche Gemäldesammlung der niederländischen Alten Meister und wurde daher als "Alte Galerie" bezeichnet. Nach Beseitigung von Bombenschäden wurde das Museum 1964 als "Galerie an der Schönen Aussicht" wiedereröffnet. Seit 1976 trägt es den Namen "Neue Galerie" und beherbergt die Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts der Museumslandschaft Hessen Kassel. Während der documenta 3 im Jahr 1964 war das zweigeschossige Gebäude dritter zentraler Standort neben dem Museum Fridericianum und der Orangerie und wurde seither wiederholt von der documenta genutzt.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 4, 5, 6, 7, 9, 12, 13 

Gloria Kino 

Das Gloria Kino ist Kassels drittgrößtes Kino, es wurde in den 1950er Jahren erbaut und hat baukünstlerische Merkmale der Zeit, z.B. den geschwungenen Grundriss, bewahrt. Es gehört heute zur Gruppe der Bali-Kinos, die internationale Filmkunst vorstellen. Während der documenta 12 in 2007 wurde im Gloria Kino das offizielle Filmprogramm der Ausstellung gezeigt, auch die documenta 13 nutzte das Gloria so wie die beiden Bali- Kinos im Kulturbahnhof intensiv.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 12, 13 

Karlsaue / Auepark 

Die Karlsaue bzw. der Auepark wurde 1670-1730 unter Landgraf Karl als barocker Park angelegt und später im englischen Gartenstil umgewandelt. 1955 und 1981 war die Karlsaue Schauplatz der Bundesgartenschau . Seit der documenta 2 im Jahr 1959 wurde die gesamte Karlsaue wiederholt in die Konzepte der Organisatoren der documenta einbezogen. Die Grünflächen der Orangerie und der Park wurden für die documenta 13 so intensiv bespielt wie nie zuvor, zahlreiche künstlerische Positionen fanden sich in möglichst weit voneinander entfernten Holzhäusern. Andere Arbeiten – Anri Sala, Pierre Huyghe oder auch Carol Bove – wurden wie Skulpturen, Environments oder Installationen installiert.

Detailliertere Informationen zum Park im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 2-13, bei documenta 5 und 7 nur in geringem Umfang

KulturBahnhof / Hauptbahnhof

Nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wurde der Kasseler Hauptbahnhof im Stil der 1950er Jahre wiederaufgebaut. Als gemeinsames Projekt von BaLi GmbH, Caricatura, Deutsche Bahn AG, Kulturdezernat und Baudezernat wurde ein großer Teil der Gebäude durch das Architektenbüro crep D gemeinsam mit der Architektengemeinschaft AIS (beide aus Kassel) zum KulturBahnhof umgebaut, der im November 1995 offiziell eröffnet wurde. Im Jahr 1997 wurde in den Hallen im Südflügel ein Teil der documenta 10 und 2002 der documenta 11 ausgestellt. Während der documenta 13 wurden zusätzlich Räume im Nordflügel, in der ehemaligen Nachrichtenmeisterei und Freiflächen angemietet und von Künstlern bespielt.

Detailliertere Informationen zum Kulturbahnhof im Regiowiki der HNA. 

Nutzung: documenta 10, 11, 13 

Kulturfabrik Salzmann 

Das 1905 errichtete Gebäude ist ein bedeutendes Industriedenkmal in Hessen. Bis 1971 war die Firma Salzmann eine der größten Schwerwebereien weltweit. 1987 mietete der "Verein zur Förderung der Kulturfabrik Salzmann" drei Hallen, um zur documenta 8 ein alternatives Kulturprogramm zu präsentierten. Auch während der documenta-Ausstellungen documenta 9 und documenta 10 fand dort ein Begleitprogramm statt. Der spanische Filmemacher Albert Serra drehte zahlreiche Tage im Kontext seines filmischen Beitrags zur documenta 13 in den ehemaligen Büroräumen der Salzmann-Fabrik.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA und auf der Seite des Vereins zur Förderung der Kulturfabrik Salzmann .

Nutzung: documenta 8, 9, 10, 13

Kulturhaus Dock 4 

Das Kulturhaus Dock 4 wurde 1990 in der ehemaligen Gerhart-Hauptmann-Schule (erbaut 1902/04) als genre- und spartenübergreifender Produktions-, Ausstellungs- und Aufführungsort für die freie Kulturszene Kassels gegründet. Seit 1992 sind dort jeweils für die Dauer der documenta die Büros der künstlerischen Leitung, des Kuratorenteams und die Pressestelle untergebracht. In dem Gebäude und auf seinem Hofgelände wurden 1992 auch einige Exponate der documenta 9 ausgestellt. In dem Gebäude und auf seinem Hofgelände wurden 1992 auch einige Exponate der documenta 9 ausgestellt. Im Erdgeschoss des Hauses befindet sich seit 1989 das documenta Archiv . Das Team der documenta 13 nutzte die Dock 4-Räume intensiv für ihr Vermittlungsprogramm und im Kontext des historischen Schwerpunktes der documenta 13 nutzten so viele Künstler wie nie zuvor die Bestände des documenta Archivs.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA und auf der Website des Dock 4.

Nutzung: documenta 9, 13 

Kulturzentrum Schlachthof 

Das Kulturzentrum Schlachthof e.V. mit Sitz in einer ehemaligen Schlachterei in Kassel-Nord gründet auf der 1976 ins Leben gerufenen "Initiative für eine Kultur in der Nordstadt". Die Arbeit im soziokulturellen Bereich umfasst ein Jugendzentrum, Bildungs- und Sozialarbeit für MigrantInnen sowie ein variationsreiches Kulturprogramm. Die künstlerische Leitung der documenta 12 (2007) gründete in Zusammenarbeit mit dem Schlachthof den sogenannten documenta-Beirat, der den Bildungsauftrag der documenta als bürgerschaftliches Engagement der Stadt Kassel umsetzen sollte. In den Räumen des Schlachthofes wurden auf der documenta 12 außerdem Videoarbeiten von Hito Steyerl und Artur Żmijewski gezeigt.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA und auf der Website des Kulturzentrums Schlachthof e.V.

Nutzung: documenta 12

Orangerie 

Die Orangerie liegt im Fluchtpunkt der Karlsaue, der barocken Parkanlage mit ihren Achsen aus Alleen und Wassergräben. Sie wurde in den Jahren 1701-10 unter Landgraf Karl von verschiedenen Architekten, unter anderem Giovanni Francesco Guerniero, als Gewächshaus und Lustschloss errichtet. 1943 nahezu vollständig zerstört, wurde die Ruine zur Bundesgartenschau 1955 erstmals nach Kriegsende wieder genutzt. Nach der Wiederherstellung ihres äußeren Erscheinungsbildes in den 1970er Jahren, ist dort seit 1992 das Museum für Astronomie und Technikgeschichte eingerichtet. Neben dem Museum Fridericianum dient die Orangerie seit 1959 wiederholt als zweiter, traditioneller Standort der documenta.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 2, 3, 4, 6, 7, 8, 10, 11, 13

Ottoneum  

Das Ottoneum wurde 1603-06 unter Landgraf Moritz errichtet und nach dessen ältestem Sohn benannt. Das Gebäude war der erste feste Theaterbau Deutschlands und wurde später für die landgräfliche Kunstsammlung unter Paul du Ry umgebaut, wobei es in nachfolgender Zeit für unterschiedliche Zwecke, u.a. auch als Observatorium genutzt wurde. Heute beherbergt es das Kasseler Naturkundemuseum. 1992 wurde das Erdgeschoss erstmals als Ausstellungsfläche für die documenta 9 freigegeben. Für die documenta 10  stand auch das zweite und dritte Geschoss für die Kunstausstellung zur Verfügung. Auch die documenta 13 knüpfte an diese Kooperationstradition an und widmete dem Ottoneum eine ganze Sektion, zahlreiche Künstler wie Mark Dion, Claire Pentecost oder Maria-Thereza Alves bespielten das Haus. Im Treppenhaus sind außerdem handfeste Spuren der ölförderungsähnlichen Arbeiten für den vertikalen Erdkilometer von Walter De Maria zu sehen.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 9, 10, 13

Palais Bellevue / Brüder-Grimm-Museum

Das Palais Bellevue liegt oberhalb der Karlsaue gegenüber der Neuen Galerie. 1714 wurde es von dem Architekten Paul du Ry für den Landgraf Karl als astronomisches Observatorium gebaut. Heute beherbergt es das Brüder Grimm-Museum . Während der documenta 2 (1959) wurden dort Grafik und Buchillustrationen gezeigt. Im Kontext der documenta 13 bespielte Nedko Solakow das Brüder Grimm-Museum.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 2, 13 

Renthof

In den Jahren 1616-18 wurde anstelle eines mittelalterlichen Karmeliterklosters die dreiflügelige Anlage des Renthofs errichtet. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gebäude auf unterschiedlichste Weise genutzt, u.a. als Ritterschule, Staatskanzlei, Universität oder Gerichtshof. Die an der Fulda gelegenen Räume dienten 1987 als Hauptschauplatz des umfangreichen Performance-Programms der documenta 8

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 8

Schloss Wilhelmshöhe 

Das Schloss Wilhelmshöhe , im 2013 zum Weltkulturerbe erhobenen Bergpark Wilhelmshöhe Kassel gelegen, entstand im Auftrag von Landgraf Wilhelm IX. in der Zeit von 1786-98 nach Entwürfen der Architekten Simon Louis du Ry und Heinrich Christoph Jussow. Nach starken Bombenschäden im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss von 1968-74 von Paul-Friedrich Posenenske z. T. restauriert und der völlig zerstörte Innenraum hinsichtlich der musealen Nutzung modern gestaltet. Weitere Umbauten wurden in den Jahren 1994-2000 von Stephan Braunfels vorgenommen. Seit 1976 beherbergt das Schloss die Gemäldesammlung Alte Meister sowie die Antikensammlung der Museumslandschaft Hessen Kassel . Bereits Anfang der 1960er Jahre wurde im Vorfeld der documenta 3 von Arnold Bode eine öffentliche Diskussion angestoßen, Schloss Wilhelmshöhe für die documenta dauerhaft zu nutzen – ein Plan, der nie realisiert wurde. Im Jahr 2007 wurden zur documenta 12 in den Räumen des Schlosses erstmals Ausstellungsexponate zeitgenössischer Kunst mit den Werken der Sammlung "Alte Meister" konfrontiert.

Detailliertere Informationen zum Gebäude im Regiowiki der HNA .

Nutzung: documenta 12

Stadtraum Kassel 

Seit der documenta 5 1972 wurden immer wieder einzelne documenta-Arbeiten (Skulpturen, Installationen, Performances, Happenings) auf Straßen und Plätzen, in Einkaufspassagen und Schaufenstern oder in öffentlichen Institutionen der Stadt Kassel präsentiert, so z.B. auf dem zweiten zentralen Stadtplatz, dem Königsplatz (1766), zur documenta 8 und documenta 9.  Zur documenta 10 im Jahr 1997 wurde insgesamt eine Achse vom Kulturbahnhof über die Treppenstraße und den Friedrichsplatz bis hin zur Karlsaue als so genannter "Ausstellungs-Parcours" eingerichtet. Während der documenta 12 in 2007 konnte man in der Tram 4, die die südwestlichen mit den östlichen Stadtteilen verbindet , eine Soundinstallation von Kirill Preobrazhenskiy hören. Im ehemaligen Arbeiterviertel Friedrich-Wöhler-Siedlung schuf Thomas Hirschhorn 2002 zur documenta 11 sein temporäres "Bataille-Monument" und im Kasseler Südwesten wurde 1982, zur documenta 7, eine Mustersiedlung unter dem Namen "documenta urbana"  von namhaften Architekten in der Tradition der Hellerau-Siedlung und der Bauausstellungen angelegt. Die Idee dazu hatte Arnold Bode, der Gründer der documenta, bereits seit 1955 propagiert: als eine documenta neben der Kunstausstellung, die sich mit der Gestaltung, Planung und Bebauung unserer Umwelt beschäftigt.

Detailliertere Informationen im Regiowiki der HNA. 

Nutzung: documenta 5 - 13 

Temporäre Bauten

Unterhalb des Abhangs zur Karlsaue wurden für die Dauer der documenta 9 , 1992 die temporären Bauten der belgischen Architekten Paul Robbrecht und Hilde Daem aufgestellt. Sie bildeten ein räumliches Kontinuum zum Park: die auf Stelzen errichteten Behälter präsentierten documenta-Arbeiten und gaben zugleich durch ihre großen Glasfronten den Blick auf die Natur und die wechselnden Lichtverhältnisse frei. Die im Volksmund als Gewächshäuser bezeichneten Ausstellungsbauten der documenta 12 im Auepark sowie die (meist im Park installierten) Holzhäuser der documenta 13 sind ebenfalls als rein temporäre Architektur konzipiert worden.

Detailliertere Informationen auf der Website der Architekten. 

Nutzung: documenta 9, 12, 13